Häufig gestellte Fragen

Ist Akupunktur schmerzhaft?

Akupunktur bzw. Ohrakupunktur ist ein schmerzarmes, wenn auch nicht hundertprozentig schmerzfreies Therapieverfahren. Es kommen jeweils dünne sterile und silikonfreie Einmalnadeln zum Einsatz.
Die Akupunktur am Körper oder eine spätere sanfte Nadelmanipulation löst ein erwünschtes so genanntes De-Qi-Gefühl aus, das am ehesten als ein Wärme-, Kribbel-, oder Druckgefühl zu beschreiben ist.
Sehr schmerzempfindliche Patienten können allerdings in der Ohrakupunktur auf schmerzfreie Anwendung von Ohrkörnchen (kleine Samenkörnchen, welche auf einem Pflästerchen befestigt sind) oder auf die Soft-Laser-Anwendung ausweichen. Bei der Körperakupunktur kann auch eine Laserbehandlung erfolgen.

Treten bei der Akupunktur Nebenwirkungen auf?

Echte Nebenwirkungen sind recht selten. Zunächst ist es möglich, dass kleine Bluttropfen aus den Akupunkturpunkten nach dem Entfernen der Nadel austreten, was ein durchaus erwünschter Effekt ist. Dennoch können dadurch kleine Hämatome (Einblutungen ins Gewebe, sog., „blauer Fleck“) um die Einstichstelle entstehen, sowohl in der Körper- als auch bei der Ohrakupunktur.
Werden Dauernadeln (sterile Verweilnadeln für einen andauernden Reiz) verwendet, kann es nach einigen Tagen zu kleinen umschriebenen Entzündungen kommen, die nach dem Entfernen der Nadeln in der Regel rasch von selbst abklingen.
Kreislaufsensible Patienten können mit einer kurzen Bewusstlosigkeit auf zu intensive Nadelstimulationen bei der Körperakupunktur reagieren. Allerdings ist das äußerst selten.
Durch unsachgemäße Akupunktur kann es zu einer Perforation der Lunge (Pneumothorax). Das entspricht eher einem Behandlungsfehler als einer Nebenwirkung und kommt extrem selten vor.
Beim Gebrauch von wieder verwendbaren Nadeln besteht eine Infektionsgefahr, beispielsweise mit Hepatitis B-, -C- und auch das HI-Viren. Das lässt sich ausschließen, wenn wie in dieser Praxis sterile, silikonfreie Einmalnadeln benutzt werden.
Experten der Academy for Acupuncture and Moxibustion in Peking empfehlen die Verwendung von silikonfreien Nadeln, da nur durch diese die Wirkeffekte der Akupunktur erreicht werden können. Außerdem besteht das Risiko bei silikonisierten Nadeln, dass sich geringste Mengen des Silikons ablösen und in den Einstichstellen verbleiben und dort zu Hautgranulomen führen.

Gibt es Gegenanzeigen, bei denen von einer Akupunktur nicht empfohlen wird?

Bestimmte Formen der Akupunktur bzw. Körperakupunktur können bei den meisten aller Patienten angewendet werden.
Es gibt jedoch Ausnahmen. Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen, Menschen mit Epilepsie sollten nicht mit Elektroakupunktur behandelt werden.
Außerdem sollte in Bereichen akut entzündeter Haut (Dermatitis, Ekzeme u.ä.) keine Akupunktur durchgeführt werden, da eine erhöhte Infektionsgefahr besteht. In diesen Fällen kann z.B. von der Körperakupunktur aus die Ohrakupunktur ausgewichen werden.

Besondere Vorsicht ist bei einer Akupunkturtherapie auch bei Menschen mit Sensibilitätsstörungen, etwa wie diabetischer Polyneuropathie geboten. Ein stark vermindertes Schmerzempfinden in bestimmten Körperarealen kann eine Kontra¬indikation für eine Akupunktur sein.

Hypotonie (niedriger Blutdruck) und Kollapsneigung (Synkopen) sind kein Ausschluss für Akupunktur, nur sollte die Behandlung im Liegen stattfinden und eine angemessene Ruhephase nach der Therapie anschließen nach der der Patient langsam aufsteht und anschließend ein Getränk zu sich nimmt.

Grundsätzlich lassen sich Babys und Kleinkinder auch mit Akupunktur behandeln, allerdings eignen sich Ohrkörnchen und Laserakupunktur besser für solch kleine Patienten. Ältere Schulkinder, etwa mit 8 Jahren lassen sich meist auch mit Nadeln akupunktieren.

Wird Akupunktur von den Krankenkassen bezahlt?

Viele private Krankenversicherungen oder Private Zusatzversicherungen erstatten die Kosten für Akupunktur– und Ohrakupunkturbehandlungen oder andere ganzheitliche Therapien. Jedoch ist es ratsam zuvor abklären, ob die Versicherung bzw. Krankenkasse die Therapie bei einer Heilpraktikerin übernimmt.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Kosten in der Regel nicht, bei bestimmten Therapien, z.B. Schmerztherapien, lohnt sich aber in jedem Fall eine Nachfrage.