Akupunktur | PUNKTGENAU

Akupunktur

Die jahrtausende alte Therapiemethode Akupunktur basiert auf dem die traditionelle chinesische Medizin durchziehenden Lehren von Yin und Yang, der Fünf Elemente und dem Prinzip, dass das Qi (sprich: Tschi), weitläufig als Lebensenergie bezeichnet, den Körper in den paarig angelegten Leitbahnen, den so genannten Meridianen, durchfließt. Auf diesen Meridianen liegen über 300 Akupunkturpunkte. Therapeutisch werden in diese Punkte sehr dünne silikonfreie Akupunkturnadeln appliziert, um bestimmte erwünschte Reaktionen im Körper zu erreichen. Akupunktur ist ein regulationsmedizinisches Verfahren, bei welchem durch die Behandlung bestimmte Körperhormone, Endorphine, freigesetzt werden durch die eine Umsteuerung der pathogenen Körperprozesse durch ihre schmerzlindernde, entzündungshemmende Wirkung angeregt wird. Innerhalb der Akupunktur können drei Verfahren zum Einsatz kommen. Die Behandlung kann erstens über die Erwärmung (Moxibustion) erfolgen. Dafür werden kleine Kegel aus Moxa-Kraut (getrocknetem Beifuss) auf der Akupunkturnadel oder direkt auf der Haut positioniert und abgebrannt. Außerdem können die Punkte auch mit Zigarren aus gepresstem getrockneten Beifuss oder karbonisiertem, besonders geruchsarmen, Beifuss gewärmt werden. Die zweite Behandlungsform ist die Massage der Akupunkturpunkte (Akupressur), die mit dem Finger oder einem Massagestift durchgeführt werden kann. Die dritte Behandlungsmöglichkeit ist das Einstechen von Nadeln (Akupunktur) in die Akupunkturpunkte. Die Nadeln werden während der Therapie sanft durch Heben und Senken oder Vibration stimuliert, um den Qi-Fluss anzuregen oder in die korrekte Flussrichtung zu lenken. Beim Einstechen der Nadeln kann es zu einem De-Qi-Gefühl beim Patienten kommen, welches als ein leichtes Kribbeln bzw. Ziehen oder Wärmegefühl wahrgenommen wird.

Eine Akupunkturbehandlung erfolgt für den Patienten in entspannter Rücken- oder Bauchlage, in Abhängigkeit der Punktlokalisation, und dauert etwa 20 bis 30 Minuten.